Warum arbeiten so wenige Frauen im Technologiesektor?

Wir haben den 8.März, Internationaler Frauentag und somit einen guten Anlass über Frauen im Technologiesektor zu reden. Frauen waren in diesem Industriezweig schon immer in der Unterzahl und weniger als 7% aller Arbeitsplätze im Technologiebereich sind von Frauen besetzt. Auch wenn immer mehr Frauen in den Arbeitsmarkt drängen, heißt das nicht das mehr Frauen im Technologiesektor arbeiten.

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Die Right People Group, eine Agentur für IT-Beratung, warf einen genaueren Blick auf die 366 Projekte an die sie in den letzten 2 Jahren gearbeitet hat. Mehr al sein viertel der Klienten war weiblich, aber nur 7 % der IT-Berater, die vermittelt wurden waren Frauen.

“Es ist keine Überraschung das der IT-Sektor von Männern dominiert wird, aber es beeindruckt mich schon das so wenige Frauen als freiberufliche IT-Berater arbeiten.” Henrik Arent: dänischer Manager der Right People Group

“Zuerst dachten wir, dass wir vielleicht zu wenig tun um Frauen in unsere Agentur zu integrieren, aber wir suchen immer mit großem Aufwand nach Beratern und würden unseren Klienten mehr weibliche IT-Experten anbieten. Im IT-Sektor ist es einfach so dass wenige Frauen in diesem Bereich arbeiten und noch weniger von ihnen sind als freiberuflich arbeitender IT-Berater verfügbar.” 

“Mit einem Markt, auf dem immer mehr IT-Experten gesucht werden, ist es unerfreulich, dass nicht mehr Frauen sich dafür entscheiden als IT- Berater zu arbeiten. Wenn sie sich dazu entscheiden könnten, dann könnten auch mehr Frauen den flexiblen Lebensstil eines Freiberuflers genießen und die Projektteams im IT-Bereich würden nicht mehr nur aus Männern bestehen.” 

Wo bleiben nun die Frauen?

Es gibt einige Erklärungsansätze für den geringen Frauenanteil in IT:

Warum arbeiten so wenige Frauen im Technologiesektor?

1. Traditionelle Geschlechterrollen

Frauen und Technologie werden traditionell als nicht zusammengehörend betrachtet. Da es so wenige Frauen gibt, die eine Ausbildung im Technologiesektor wählen ist es kein Wunder, dass es wenige Frauen gibt die als IT-Berater arbeiten. Der Grund hierfür könnte die Annahme sein, das schon von Jungen Jahren an davon ausgegangen wird, dass Jungen talentierter im naturwissenschaftlichen Bereich sind. Das könnte ein Grund dafür sein, dass so wenige Frauen MINT-Fächer für ihren Universitätsbesuch wählen. Technische Berufe passen einfach nicht zu Frauen, dass ist der Eindruck den ein Mädchen während des Heranwachsens von den Erwachsenen bekommen könnte.

“Die IT-Industrie hat einen Ruf als Männerdomäne. Dieser Industriezweig ist mit den MINT-Fächern verbunden, die allgemein als Fächer für Männer angesehen werden.” – Jo Krøyer: Professor Roskilde University

2. Mangel an Abwechslung

Wie schon oben erwähnt entscheiden sich nur wenige Frauen für ein Studium der MINT-Fächer. Das bedeutet, dass die Arbeitgeber fast nur Männer unter den Bewerbern finden. Die Unternehmenskultur vieler Unternehmen aus dem IT-Bereich ist nicht auf Frauen ausgerichtet und so gibt es nur wenig Variation, wenn man sich das Geschlecht der Angestellten anschaut.

3. Männerorientierte Arbeitsumgebung

Einer Umfrage zufolge sollen Angestellten der Personalabteilungen oft nach Bewerbern suchen, die ihnen ähnlich sind (z.B. die gleichen Hobbies verfolgen, den gleichen Geschmack haben oder ähnliche Lebenserfahrung). Wenn man diese Annahme auf die IT-Industrie anwendet, könnte es sein das eine Gruppe von Freunden, andere Männer für ihr IT-Start-Up wählt, wenn es darum geht, den Personalstab zu erweitern.

“Kein Industriezweig und kein Land kann sein volles wirtschaftliches Potenzial entfalten solange Frauen nicht voll in den Arbeitsmarkt integriert sind. Das gilt besonders für die Wissenschaft und den Technologiebereich, in dem talentierte Frauen immer noch Hindernisse überwinden müssen.”

Sheryl Sandberd COO, Facebook, Ihr Inhalt hier

Braucht die IT-Industrie mehr Frauen?

Das Bestreben mehr Frauen in den IT-Sektor zu bringen ist nicht nur idealistischer Natur. Die Frauen werden tatsächlich benötigt. In der Zukunft wird IT immer wichtiger werden und unsere Gesellschaft, die Wirtschaft und das Gesundheitswesen stark beeinflussen. Da können die Frauen dem Geschäftserfolg dienlich sein. Eine Studie der spanischen Universität Castilla la Mancha scheint darauf hinzuweisen, dass gemischte Entwicklungsteams für mehr Kreativität und bessere Entscheidungen im Projekt treffen.

“Viele Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren weisen darauf hin, dass Männer und Frauen bessere Ergebnisse erzielen, wenn sie zusammenarbeiten.” Während Männer im technischen Bereich versierter sind, sorgen Frauen dafür, dass die Arbeitsumgebung etwas entspannter wird und andere Aspekte eines Projektes Beachtung finden.”

Es gibt heute schon viele erfolgreiche Frauen in der IT-Industrie die als Vorbild für andere Damen gelten können.

“Kein Industriezweig und kein Land kann sein volles wirtschaftliches Potenzial entfalten solange Frauen nicht voll in den Arbeitsmarkt integriert sind. Das gilt besonders für die Wissenschaft und den Technologiebereich, in dem talentierte Frauen immer noch Hindernisse überwinden müssen.” – Sheryl Sandberg COO, Facebook

“Ich finde es sehr unglücklich, dass so wenige Frauen in IT arbeiten, denn wir wissen, dass unsere Klienten mehr Frauen in ihren Projekten wollen. Das sorgt für entspanntere Arbeitsatmosphäre durch gemischte Projektteams.” – Henrik Arent: Dänischer CEO, Right People Group

Nichtsdestotrotz bleibt die Herausforderung die Zahl der Frauen, die sich für IT und Technologiejobs entscheiden etwas der Zahl der Männer in diesem Industriesektor anzunähern. Durch viele kleine Aktionen kann die vielleicht momentan Frauen gegenüber etwas unfreundliche Kultur verändert werden, so dass sich die weiblichen Mitarbeiter willkommener fühlen und es ganz normal erscheint, dass eine Frau im IT-Sektor arbeitet. Das scheint nicht nur für die Wirtschaft und den IT-Sektor speziell gut zu sein, sondern auch für die Gesellschaft an sich.

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